# Quellen-Briefing — HDH Macro Intelligence · KW 40 / 2026 (Montag 2026-09-28)

**Leitthema:** Höhere Zinsen, festere Börsen — warum beide diese Woche zusammenpassten
**Leitthema EN:** Higher rates, firmer equities — why the two held together this week

Recherche-Datenstand: 28.09.2026. Bezugswoche: Handelswoche 21.09.–25.09.2026.
Prägend war ein globaler Anleihe-Ausverkauf: Die langfristigen US-Renditen liefen auf
ein Zwanzig-Jahres-Hoch (10J bis 5,22 % — höchster Stand seit 2007; 30J bis 5,5 % —
höchster Stand seit 2004), getragen von robusten US-Daten (Einkaufsmanager-Index 58,4),
energiegetriebener Inflation und Fiskalsorgen. Der Dollar zog an (EUR/USD 1,1370, tiefster
Stand seit zwei Monaten, dritte Verlustwoche in Folge), Gold gab nach (rund 4.271 USD/oz,
>2 % auf der Woche). Der scheinbare Widerspruch: Aktien stiegen TROTZDEM — S&P +1,2 %,
Nasdaq +2,1 % (beste Woche seit Anfang August), auch Europa und Japan fester. Kern-Erkenntnis:
Steigende Zinsen und feste Börsen sind kein Widerspruch, wenn robuste Konjunktur + Inflation
dahinterstehen — entscheidend ist die Preissetzungsmacht.

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## Block 1 — Finanzpolitik & Makro / Anleihe-Ausverkauf  (DEEP-BLOCK 1)

| Datenpunkt | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| 10J-US-Rendite (Do 24.09.) | Hoch 5,22 % — höchster Stand seit 2007 (Jahres-Hoch) | CNN Business, Axios, Kitco |
| 30J-US-Rendite (Do 24.09.) | Hoch 5,5 % — höchster Stand seit 2004 | CNN Business |
| 30J-US-Hypothekenzins | erstmals seit 2. Hälfte 2023 über 7 % | eMorningCoffee (Woche 25.09.) |
| Treiber Bond-Sell-off | starke US-Konjunkturdaten, Energiepreis-Inflation, US-Fiskalprofil, Nachfrage-Konkurrenz durch KI-Investitionen | CNN Business, Axios |
| US-PMI September | 58,4 (stark) | FXStreet (Dollar-Support) |
| EUR/USD 25.09. | ~1,1370 — tiefster Stand seit 2 Monaten, 3. Verlustwoche | FXStreet, MQL5 |
| USD/CHF (Woche) | 0,82854 (+0,9 % / Woche) | sharetrader.com.au (week in currencies) |
| Gold (Fr 25.09.) | ~4.271 USD/oz; >2 % auf der Woche tiefer; schwächste Woche seit ~1 Monat | Kitco, Trading Economics, Blockonomi |

Übertragungskanal (Belegzahlen): Robuste US-Daten (PMI 58,4) + Energiepreis-Inflation
→ Markt preist MEHR Fed-Erhöhungen ein (Polymarket Okt ~65 %, Dez ~72 %, keine Senkung 2026 ~97 %)
→ höherer erwarteter Zinspfad trifft das lange Ende → 10J bis 5,22 % (höchster Stand seit 2007),
30J bis 5,5 % → höhere Realzinsen heben die Opportunitätskosten für zinsloses Gold und ziehen
Kapital in den Dollar → Gold −>2 % (rund 4.271 USD), EUR/USD auf 2-Monats-Tief 1,1370.
Reflex „Krise = Gold rauf" greift nur, wenn die Krise die ANGST treibt; hier trieb sie den ZINS.

## Block 3 — Aktienmärkte  (DEEP-BLOCK 2)

| Index | Freitag 25.09. (Schluss) | Woche | Quelle |
|---|---|---|---|
| S&P 500 | 7.743,41 (+0,51 % Tag) | +1,2 % — beste Woche seit Anfang August | Yahoo Finance, ChainCatcher, Globe & Mail |
| Nasdaq Composite | 27.068,72 (+0,5 % Tag) | +2,1 % — beste Woche seit Anfang August | Yahoo Finance, ChainCatcher |
| Dow Jones | 51.828,62 (+478,64 Pkt / +0,93 % Tag) | +0,3 % — beendet 3-wöchige Verlustserie | CNBC, Yahoo Finance |
| Nikkei 225 | 66.270 | +2,07 % (nur 2 Handelstage, Feiertage Mo–Mi) | T. Rowe Price, LittleBird |
| DAX 40 | ~25.573 | Woche gemischt | LittleBird (Woche 25.09.) |
| SMI | 13.953 | leicht fester (Fr) | LittleBird, Newsquawk |
| Euro Stoxx 50 | 6.324 | Erholung nach Mid-Week-Dip | LittleBird, Newsquawk |
| FTSE 100 | 10.751 | ~flat | LittleBird |

Genannte Ursache (Ebene 2, belegt): „Earnings have a lot to do with it, and high inflation
is pushing nominal revenues and earnings higher for companies with pricing power" (CNBC/Reuters-
Aggregat). Zusätzlich gab Öl nach, weil iranische Unterhändler in New York einen schrittweisen
Weg aus dem Konflikt (Wiederöffnung Straße von Hormuz) sondieren — das dämpft die Inflationssorge,
die die Zinsen treibt. Der Dow (mehr zinsempfindliche/Value-Titel) legte nur +0,3 % zu, die
Nasdaq (Preissetzungsmacht/Tech) +2,1 % → belegt die „nur mit Preissetzungsmacht"-Bedingung.

## Block 2 — Gold & Rohstoffe / Energie  (KOMPAKT A)

| Datenpunkt | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Gold (Fr 25.09.) | ~4.271 USD/oz; >2 % auf der Woche tiefer | Kitco, Trading Economics |
| Gold-Treiber | hawkishe Fed-Erwartung, 5,2 %-Renditen, starker Dollar | Kitco, Blockonomi |
| Brent Crude (Fr 25.09.) | ~105,70 USD/bbl (−0,88 % Tag), von Zwischenhoch ~108 | The National |
| Öl-Treiber | Markt nimmt Hormuz-Blockade-Prämie heraus; US-/Iran-Gespräche in New York über phasenweisen Ausstieg + Wiederöffnung Hormuz | The National |

## Block 4 — Währungen (FX)  (KOMPAKT B)

| Datenpunkt | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| EUR/USD 25.09. | ~1,1370 — 2-Monats-Tief, 3. Verlustwoche | FXStreet, MQL5 |
| USD/JPY 25.09. | 157,295 (−0,1 % Tag) | sharetrader.com.au |
| USD/CHF (Woche) | 0,82854 (+0,9 %) | sharetrader.com.au |
| SNB (Mi 24.09.) | Leitzins unverändert 0,00 %; Inflation durch Energie gestiegen, mittelfristig nur wenig mehr Druck; bereit zu FX-Interventionen | SNB, CNBC, Morningstar |
| Dollar-Support | starker US-PMI 58,4, steigende US-Renditen | FXStreet |

## Block 1b — Krypto  (KOMPAKT C)

| Datenpunkt | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Bitcoin (26.09.) | ~84.000 USD (Range 83.166–85.230) | The Block, CryptoRank, CoinRepublic |
| US-BTC-Spot-ETF-Zuflüsse (Woche bis 25.09.) | ~2,4 Mrd USD — stärkster Wochenwert 2026; Jahresbilanz dreht ins Plus; 7-Sessions-Streak, angeführt von IBIT (BlackRock) | The Block, CryptoRank |
| US-ETH-ETF-Zuflüsse | ~690 Mio USD (dreht Vorwochen-Abfluss von 140 Mio) | The Block |
| On-Chain-Widerstand | 95–97k (nächste Hürde); Downside-Risiko ~77k | CryptoRank/Glassnode |

## Block 6 — Polymarket Watchlist  (KOMPAKT D)

| Markt | Odds | Quelle |
|---|---|---|
| Fed-Erhöhung Oktober (28.10.) | ~64,5–67 % (25 bp) vs. ~34,5 % keine Änderung | FinanceFeeds, Polymarket |
| Fed-Erhöhung Dezember | ~72 % (weitere 25 bp) | FinanceFeeds/CoinGabbar |
| Keine Fed-Senkung 2026 | ~97 % | FinanceFeeds |
| Implizit ≥1 weitere Erhöhung 2026 | 91,5 % | Marktaggregat |

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## Deep-Blöcke dieser Woche

**Warum genau diese zwei?** Die klarste belegte Kausalkette der Woche ist der Anleihe-Ausverkauf
und sein Dollar-/Gold-Kanal (DEEP 1) — voll durch Zahlen belegt und sofort auf Finanzierung anwendbar.
Der zweite Deep-Block (Aktien, DEEP 2) trägt die größte „Aha"-Wirkung: Aktien stiegen, OBWOHL die
Zinsen kletterten — der Reflex „Zinsen rauf = Aktien runter" versagte, und die Woche liefert die
saubere Erklärung (Preissetzungsmacht + Öl-Entspannung) inklusive Gegenprobe (Dow +0,3 % vs. Nasdaq +2,1 %).

## Wirkungsketten

**Deep-Block 1 — Warum Gold trotz Krise fiel (Slide 3):**

Robuste US-Konjunktur (PMI 58,4) + Energie-Inflation → Markt preist MEHR Fed-Erhöhungen (Polymarket Okt ~65 %, Dez ~72 %)
 → höherer erwarteter Zinspfad trifft das lange Ende → 10J-Rendite 5,22 % (höchster Stand seit 2007), 30J 5,5 %
 → höhere Realzinsen (Zins nach Inflation) → Opportunitätskosten für zinsloses Gold steigen, Kapital fließt in den Dollar
 → Gold −>2 % (~4.271 USD), EUR/USD auf 2-Monats-Tief 1,1370

Caption: Nicht die Krise trieb diese Woche, sondern der Realzins — deshalb fiel Gold, obwohl die
Zutaten (Nahost-Konflikt, globaler Bond-Sell-off) klassisch nach „Gold rauf" aussahen.

**Deep-Block 2 — Warum Aktien trotz steigender Zinsen stiegen (Slide 6):**

Hohe Inflation → Unternehmen mit Preissetzungsmacht geben Kosten weiter → nominale Umsätze/Gewinne steigen
 → Aktie wirkt als teilweiser Inflationsschutz (Gewinne wachsen mit, eine feste Anleihe nicht)
 → zusätzlich fällt Öl (Hormuz-Entspannung) → dämpft die Inflationssorge, die die Zinsen treibt
 → Kurse steigen (S&P +1,2 %, Nasdaq +2,1 %) — aber nur, wo Preissetzungsmacht besteht (Dow nur +0,3 %)

Caption: Steigende Zinsen drücken Aktien über die Diskontierung — doch wo nominale Gewinne mit der
Inflation mitwachsen, überwiegt der Ertrag den Diskontierungs-Gegenwind. Nur mit Preissetzungsmacht.

## Nicht gefunden / verworfen

- **WTI-Ölpreis:** Eine Aggregat-Quelle nannte WTI „down over 3 % to $91.00", während The National
  Brent mit 105,70 USD d- und ein Brent-WTI-Spread von ~14 USD unplausibel groß wäre. WTI-Punktwert
  daher VERWORFEN; im Skript nur der dedizierte, dated Brent-Wert (105,70 USD) verwendet.
- **Gold-Wochenverlust exakt:** Quellen nannten teils −3,11 %, teils „>2 %" / „~2 %". Widersprüchlich,
  daher konservativ als „mehr als 2 %" formuliert; der Freitag-Punktwert (~4.271 USD) ist gut belegt.
- **DAX-Freitagsschluss exakt:** Newsquawk-Tagesschlagzeile 25.256 (−0,61 %) vs. LittleBird-Wochenreview
  25.573. Vermutlich verschiedene Handelstage; im Skript nur gerundet („rund 25.500") verwendet.
- **USD/JPY / EUR/USD Punktwerte:** als „rund" formuliert, da Intraday-abhängig; SNB-Aussagen wörtlich belegt.
- Recession-Probability (Polymarket) für Dezember: kein belastbarer Odds-Wert gefunden → weggelassen.
