Willkommen zum aktuellen Kalenderwoche vierundvierzig HDH makroökonomischen Podcast.
Der Reflex sagt: Krise, also Gold rauf. Diese Woche fiel Gold — in die Krise hinein. Warum?
Gold zahlt keinen Zins. Wirft eine sichere Anleihe fast 5 % ab, kostet mich das Halten von Gold diesen entgangenen Ertrag — die Opportunitätskosten. Gold ist ein Tresor ohne Zinsfach: je mehr das Sparbuch daneben abwirft, desto teurer das Liegenlassen.
Über den Monat: Energie & Basiskonsum oben, Technologie & Kommunikation −über 5 %. Zwei Welten im selben Markt.
Diskontierung heißt, künftige Gewinne auf heute zurückzurechnen — je höher der Zins, desto härter der Abschlag auf ferne Gewinne. Der hohe Zins ist wie Gegenwind: den fernen Gipfel erreicht man kaum, den nahen Hügel schon.
Höher-für-länger erhöht die Opportunitätskosten eines zinslosen Guts — Bitcoin läuft eng mit den anderen zinssensiblen Werten.
Wo die Zinsen höher und hartnäckiger sind, zieht es Kapital hin — fester Dollar und fester Franken sind die Kehrseite derselben Zinsgeschichte.
🧭 Der Zahlenkern beider Ketten: Öl treibt die Teuerung, die Teuerung treibt den Zins.
⭐ Die Wettmärkte sehen keine schnelle Zins-Entlastung — höher für länger ist das Grundszenario.
Bleib informiert.
HDH Macro Intelligence – next week.